Auto-Neuheiten Auto Test Autos News
auto-neuheiten - autos -  tests

Auto News

Nissan Pixo und Suzuki Alto: die Kampfpreis-Zwillinge

Immer mehr Kleinwagen unterbieten die 10 000 Euro-Grenze. Autos wie der Dacia Logan haben es vorgemacht: Wer auf etwas Luxus verzichten kann, kommt für wenig Geld zu einem durchaus ordentlichen Neuwagen. Dass preiswerte Autos keine unattraktiven Billigmobile sein müssen, zeigt nun das Kleinstwagen-Duo Nissan Pixo und Suzuki Alto. Der Käufer hat die Qual der Wahl: Beide Modelle sind technisch identisch und sprechen vor allem über das Design unterschiedliche Kunden an.

Preisbrecher in dem nahezu baugleichen Zweiergespann ist der Nissan Pixo, der mit 7 990 Euro in der Basisversion rund 1 000 Euro billiger ist als der Suzuki Alto. Dafür muss der Kunde auf elektrische Fensterheber und die Zentralverriegelung verzichten, die bei seinem Zwillingsbruder immer an Bord sind. Ansonsten sorgt vor allem das Design der Fünftürer für gegenseitige Abgrenzung: Während der Suzuki mit seinen riesigen Scheinwerferaugen und dem weit aufgerissenen Kühlerschlund eher auf jugendliche Exzentrik setzt, hält sich der Nissan optisch eher zurück und setzt auf den dezenteren Auftritt. Trotzdem folgt auch er mit Kulleraugen und dem lächelnden Grill dem typischen Kleinstwagen-Kindchenschema.

Der bei beiden Modellen nahezu identische Innenraum kommt der Preisklasse entsprechend nüchtern daher. Beherrschendes Element ist ein Zentraltacho hinter dem Lenkrad, statt eines Handschuhfachs gibt es nur eine offene Ablage vor dem Beifahrersitz, die Materialien sind einfach, wirken aber nicht billig. Platz steht auf den Vordersitzen ausreichend zur Verfügung, hinten geht es eng zu, dafür erleichtern die beiden Fondtüren den Einstieg und eventuell das Festschnallen des Nachwuchses. Auch Isofix-Kindersitzbefestigungen sind immer an Bord. Das Gepäckraumvolumen ist mit 129 Litern eher gering, doch als Reiseauto sind die Modelle nicht konzipiert. Für den Großeinkauf am Wochenende dürfte das Umklappen der Rückbank ausreichen; dann stehen 774 Liter zur Verfügung.

Auch unter dem Blech sind die beiden Modelle identisch. Für den Antrieb der 3,56 Meter kurzen Viersitzer sorgt ein 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 50 kW/68 PS, der sich laut Nissan mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,4 Litern je 100 Kilometer begnügt. Suzuki rechnet verblüffenderweise mit 4,5 Litern. Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt über ein manuelles Fünfgang-Getriebe oder - eine Seltenheit in dieser Klasse - über eine optional erhältliche Vierstufen-Automatik. Beim Fahren in der Stadt gibt sich der kleine Motor temperamentvoll, und das Fahrwerk nimmt Kurven mit überraschend geringen Wankbewegungen. Der Federungskomfort geht angesichts der Größe ebenfalls in Ordnung. Insgesamt überzeugen beide Modelle mit einem sicheren Fahrgefühl.

Keine allzu hohen Erwartungen dürfen an die Ausstattung gestellt werden: Beim Nissan Pixo immer an Bord sind Servolenkung und vier Airbags, gegen Aufpreis gibt es unter anderem eine Klimaanlage, ein Audio/CD-Radio, eine geteilt umklappbare Rücksitzbank, Kopfairbags und Nebelscheinwerfer. Beim Schleuderschutz ESP gehen beide Hersteller getrennte Wege: Während das Sicherheitssystem bei Suzuki ab der mittleren Ausstattungsstufe für 9 990 Euro serienmäßig an Bord ist, verlangt Nissan 590 Euro Aufpreis und bietet es nur für die Top-Ausstattungsversion an. Kosten insgesamt: 9 780 Euro. Anders als beim Suzuki ist dann aber noch keine Klimaanlage mit an Bord.

Sparfüchsen empfiehlt es sich also, die Preislisten der beiden Modelle mit ihren individuellen Bedürfnissen abzugleichen. Kompliziert ist das nicht, die Zahl der Ausstattungsvarianten und Aufpreis-Posten ist kurz. Der Maximalpreis für den Nissan Pixo beträgt 12 120 Euro, der Suzuki Alto kostet mit Vollausstattung 12 550 Euro. Holger Holzer/mid

 




Das muss Sie als Autofahrer interessieren

Die schönsten Autos im Großformat
Bildergalerien
S4
Cherokee
Erdgasmotorrad
Arnage T