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Fahrbericht Voxan Black Magic
Für ausgefallene Puristen

Auto-xxl — 11.08.2005
Der französische Motorrad-Hersteller Voxan war in den letzten Jahren von Pleiten, Pech und Besitzerwechsel geplagt. Doch nun wagt er mit der betont schlank gezeichneten Black Magic einen mutigen Neuanfang.


Klare Linien, der bekannt kräftige und kultiviert laufende 1000-Kubikzentimeter Motor, ein straffes Fahrwerk und nicht zuletzt der fehlende Soziusplatz kennzeichnen sie als Sportmotorrad. Der Preis von knapp 15 000 Euro unterstreicht den Anspruch auf Exklusivität.

Doch der mit dem 70 kW/95 PS starken V2-Triebwerk ausgestattete Edel-Retro-Klassiker hat weitaus mehr als nur optische Leckerbissen zu bieten. Das komplett verstellbare Paioli-Fahrwerk mit Upside Down-Gabel und liegendem Zentralfederbein vermittelt dem Fahrer jederzeit ein sicheres Gefühl. Beachtlich auch, wie leicht sich die fahrfertig 210 Kilogramm schwere Voxan Black Magic in Schräglage bringen lässt. Mit weit nach vorn gestreckten Armen spannt der Fahrer seinen Oberkörper über den gebürsteten 21-l-Aluminium-Tank. Obgleich die wunderschön gefertigten Fußrasten verstellbar sind, müssen die Knie zum Fahren schon ziemlich angewinkelt werden.

Für die große Tour ist der schwarze Zauber trotz günstiger Verbrauchswerte deshalb wenig geeignet. Durchschnittlich konsumiert der Zweizylinder-Motor 6,3 l Super-Kraftstoff auf 100 Kilometer. Im täglichen Fahrbetrieb fällt die sehr gleichmäßige Leistungsentfaltung positiv auf. Ab 4 000 U/min entwickelt der wassergekühlte Achtventiler genügend Drehmoment, um mit jeder Situation zurechtzukommen. Zwischen dem Maximum von 93 Nm bei 6 500 U/min und der Nenndrehzahl von 8 000 U/min steht ein breit nutzbarer Drehzahlbereich zur Verfügung. Die dabei aufkommenden Vibrationen sind eher von der angenehmen Sorte.


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