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Citroen C3

Citroen C3: Fröhlich fahren auf Französisch

Citroen C3
Ende Januar nächsten Jahres kommt die zweite Generation des Citroen C3 nach Deutschland: geräumiger, mit einer höheren Qualitätsanmutung und je nach Ausstattung mit einer einzigartigen, weit in das Dach laufenden Frontscheibe. Für den Antrieb des viertürigen Kleinwagens stehen vier Benzinmotoren und zwei Diesel bereit, die ein Leistungsspektrum von 44 kW/60 PS bis 88 kW/120 PS abdecken. Das Preisspektrum reicht von 12 700 Euro für das Basismodell mit 1,1-Liter-Benziner bis 20 300 Euro für den 1,6-Liter Diesel mit 82 kW/112 PS und bester Ausstattung.

Einzigartig in dieser Klasse dürfte das Raumgefühl sein, dass der C3 gleich nach dem Einstieg vermittelt. Große Fensterflächen und ein fröhlicher, gleichzeitig aber auch durchaus hochwertig wirkender Innenraum schaffen ein positives Grundgefühl. Dies gilt umso mehr, wenn man durch die so genannte Zenith-Frontscheibe schauen kann. Ihr Glas ist bis über den Kopf des Fahrers ins Dach hineingezogen und sorgt so für mehr Licht und mehr Sicht. Im höchsten Ausstattungsniveau "Exclusive" ist dieses außergewöhnliche Ausstattungsdetail Serie, in der mittleren Variante "Tendance" kann es im Paket mit einigen anderen Extras wie einem höhenverstellbaren Beifahrersitz und etwas Chromzierrat für 400 Euro bestellt werden. Käufer eines C3 mit der Basis-Ausstattung "Advance" müssen auf die Panorama-Frontscheibe auf jeden Fall verzichten.

Bei aller Leichtigkeit und Fröhlichkeit: Als Fahrzeug ist der C3 deutlich ernsthafter geworden. Er bietet dank acht Zentimetern mehr Länge und sechs Zentimetern mehr Breite viel Platz auch auf den Rücksitzen und stellt ein Kofferraumvolumen von 300 Litern zur Verfügung. Im Innenraum bemerkt man das Bemühen um bessere Materialien und sorgfältigere Verarbeitung als beim Vorgänger. Zudem wurde der C3, wie es sich für einen Citroen gehört, eher auf Komfort als auf Dynamik hin ausgelegt. Sein Fahrwerk ist komfortabel, trotzdem hätten die Sitze nicht erneut so weich und instabil ausfallen müssen.

Die Motorenpalette des Kleinwagen besteht ab Januar aus vier Benzinmotoren, einige Wochen später kommen zwei Diesel hinzu. Während die Selbstzünder in diesem Segment traditionell keine größere Rolle spielen werden, dürften bei den Otto-Aggregaten die beiden 1,4-Liter-Varianten mit 54 kW/73 PS und 70 kW/95 PS ihre Käufer finden. Leider sind die Schaltführungen mal wieder relativ unexakt. Ein Start-Stopp-System steht erst im Laufe des nächsten Jahres zur Verfügung. Einige Monate warten muss man auch auf automatisierte Fünf- und Sechsganggetriebe. 2012 sollen dann neue Motoren kommen, unter anderem ein Dreizylinder mit etwa einem Liter Hubraum, der als Sauger etwa 70 PS und mit Turbo rund 120 PS leisten wird. Außerdem plant Citroen eine Sparversion des kleineren Diesels. Mit einigen aerodynamischen Verbesserungen, länger übersetzten Gängen und Eingriffen ins Motormanagement soll diese Version nur 99 Gramm CO2 ausstoßen.

Citroen tritt mit dem C3 äußerst selbstbewusst nicht nur gegen die üblichen japanischen, französischen und italienischen Mitbewerber an, sondern nennt ausdrücklich auch den neuen VW Polo als Gegner. Ihn will er bei ähnlichen Preisen mit einer deutlich besseren Ausstattung, mehr Raumgefühl und einen fröhlicheren Gesamtauftritt übertrumpfen. Bei der Fahrdynamik, den Motoren, den Sitzen und der Schaltung fehlt dem Franzosen jedoch noch einiges zum nüchternen Wolfsburger.

Der neue C3 ist ein moderner Kleinwagen geworden und dabei trotzdem ein typischer Franzose geblieben. Man kann mit ihm gelassen über den Dingen schweben, den luftigen Innenraum genießen und wird dazu neigen, seine Schwächen großzügig zu ignorieren. Mit anderen Worten: Mehr französisches Lebensgefühl gibt es in diesem Segment zur Zeit wohl kaum. Peter Eck/mid

Plus: tolles Raumgefühl, komfortable Federung, ansprechendes Design
Minus: unexakte Schaltung, zu weiche Sitze, kein Start-Stopp-System

Citroen C3 - Technische Daten:
Viertüriger, fünfsitziger Kleinwagen;
1,1-Liter-Benziner, 44 kW/60 PS, maximales Drehmoment 94 Nm bei 3 300 U/min, Höchstgeschwindigkeit 155 km/h, 0-100 km/h in 18,3 s, Verbrauch 5,9 Liter Super, CO2-Ausstoß 137 g/km, Abgasnorm Euro 5, Preis ab 12 700 Euro.
1,4-Liter-Benziner, 54 kW/73 PS, 118 bei 3 300 U/min, 163 km/h, 0-100 km/h: 16,2 s, 6,1 Liter Super,: 140 g/km, Euro 5, Preis: 13 250 Euro
1,4-Liter-Benziner VTi, 70 kW/95 PS, 136 Nm bei 4 000 U/min, 184 km/h, 11,8 s, : 5,8 Liter Super, 134 g/km,: Euro 5, Preis: 15 800 Euro
1,6-Liter-Benziner Vti, 88 kW/120 PS, 160 Nm bei 4 250 U/min, 190 km/h, 9,9 s, 5,9 Liter Super, 136 g, Euro 5, Preis: 16 800 Euro
1,6-Liter-Diesel HDi 90, 68 kW/92 PS, 230 Nm bei 1 750 U/min, 180 km/h, 0-100 km/h: 12,4 s, 4,0 Liter Diesel, 104 g/km, Euro 5, Preis: 17 450 Euro
1,6-Liter-Diesel HDi 110, 82 kW/112 PS, 270 Nm bei 2 000 U/min, 190 km/h, 11,0 s, 4,4 Liter Diesel, 115 g/km, Euro 5, Preis: 20 300 Euro.

 
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